Apr 08

Verhexte Schlechtwetterfront aus Bayern – Tag 3

Tag 3 – Schwetzingen

Am letzten Tag des Sightseeing Marathons hatte das Wetter wohl ein Einsehen mit uns den ich wurde von strahlendem Sonnenschein geweckt. Nachdem ich mich dann angezogen und noch eine CD gebrannt hatte hörte ich bereits verdächtige Schritte. Tatsächlich H. meinte ich hätte verschlafen und wollte sich erkundigen ob ich schon wach wäre.

Schon! Pah! Als wenn ich verschlafen würde.

Auf jedenfall könnte ich mir danach ein ausgiebiges Frühstück während H. mit Müsli vorlieb nahm. Faszinierend wie die Frau nur mit sowas und Zigaretten aus kommt. Kurz darauf kam dann auch unser Chauffeur T. und wir machten uns auf nach Schwetzingen.

Nach einer etwas langwierigeren Parkplatzsuche schlenderte wir dann Richtung Schloß. Überhaupt schien der Tag unter der Prämisse „Warten“ zu stehen. An der Kasse wo jeder von uns für das Vergnügen Schloßgarten 4 Euro zahlen durfte mussten wir erstmal warten. Offensichtlich hatte sich eine Gruppe zu einer Schloßführung entschlossen und es dauerte seine Zeit bis der gute Mann zusammen hatte was sie den nun genau für Eintrittkarten bräuchten.
Natürlich stürzte dann auch noch der Kassencomputer ab.

Nach längerer Wartezeit konnte es dann los gehen und wir eroberten den weitläufigen Schloßgarten. Zunächst wirkte das wenig beeindruckend. Eine nett angelegte Parkanlage mit einem großen Brunnen in der Mitte. Erst als es uns abseits des Haupweges in die verschiedenen Ecken verschlug offenbarte sich der Garten als wahre Fotomotivfundgrube.

Neben jeder Menge Brunnen und sonstigem fließenden Gewässer ein Unzahl an Gebäuden, Statuen und Pflanzen. Irgendwann war ich auch mal so vertieft das ich mein zwei Mitstreiter verlor. Aber wozu gibt es den Handys. Die hatten sich in der orientalischen Ecke bei dem Moscheenbau verlustiert während ich Eichhörnchen nachgestiegen bin.

Auch an Tieren fehlte es nicht. Neben Enten, Gänsen, Schwänen und einem Pfau schwammen in den Teichen auch wahre Kolosse an Karpfen herum.

Der Garten ist wirklich empfehlenswert und die 4 Euro Eintritt imho durchaus Wert. Man sollte sich jedoch bei besserem Wetter (bei uns regnete es zwischendurch immer mal) antun. Ohnehin wird er seine wahre Pracht sicher erst im Frühling zeigen wenn die ganzen Sträucher und Bäume grün sind bzw. Blüten tragen.

Auch H. war völlig aus dem Häuschen bei dem Anblick und konnte es gar nicht fassen das wir ihr das die letzten Tage vorenthalten hatten. Nachdem dann jedoch ein starker und vor allem kalter Wind aufkam sahen wir uns genötigt den Garten zu verlassen.

Unser Weg führte uns dann zum Messplatz in Schwetzingen auf dem ein kleiner Jahrmarkt stattfand. Hier nahmen wir einen kleinen Snack in Form von Brat- bzw Currywurst zu uns, schlenderten einmal durch den Jahrmarkt und entschlossen uns dann ein Cafe aufzusuchen um uns aufzuwärmen.

H. war bereits nervös obwohl sie noch über 3h hatte bis ihr Zug ging. Im Cafe Journal war sie dann aber völlig von den kleinen Strandkörben entzückt die dort auf dem Platz standen. Ein Paar hatte es sich auch darin trotz der Kälte bequem gemacht und ein reichhaltiges Frühstück genossen.

Uns war das Cafe zu voll und zu laut. Draussen sitzen war nicht ratsam bei dem Wind. Daher verzogen wir uns zu dem Mexikaner nebenan. Mit einem Platz am Fenster im Raucherbereich, auch etwas das von H. mit Freuden registriert wurde, genossen wir dann unsere Kaffees und heiße Schokoladen.

Der Hibbeligkeit von H. war es schließlich zu verdanken das wir gegen 1645 Uhr wieder zum Auto liefen um von dort aus direkt nach KA zum HBF zu fahren. Eine halbe Stunde später waren wir dort und warteten. Hs Zug, diesmal der TGV aus Frankreich, ging erst 1826. Also hieß es erneut warten.

Außerhalb des Bahnhofs wurde dann noch eine Zigarette gequalmt und wir schlenderten schonmal zum Gleis. Auch dort wurde nochmal geraucht, schließlich darf man im Zug nicht.

H wurde immer hibbeliger besonders als es dann noch klar war das sich der TGV verspäten würde. Ich habe selten jemand erlebt der so nervös wurde. Als der Zug schließlich eintraf gab es noch die übliche Abschiedsknuddelei und sie stieg ein auf der Suche nach dem reservierten Sitzplatz.

T. hat mich abschließend noch nach Hause gefahren und ich hab mich erstmal dran gestetzt die Bilder von der Kamera zu ziehen.
Irgendwann Nachts kam dann auch die SMS von H. das sie nun im Auto bei ihrem Mann sitze, alles gut geklappt hätte und bald todmüde ins Bett fallen würde.

Damit hatte ich die bayrische Invasion also gut überstanden.

Auch wen das in meinen Texten nicht so rüber kommen mag, habe ich mich über den Besuch wirklich gefreut und hoffe auf eine Wiederholung 🙂

Auch T. möchte ich an dieser Stelle noch einmal dafür danken das er uns zum einen ertragen hat und dann auch noch freiwillig den Chauffeur gespielt hat. – Danke – Euch beiden 🙂

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